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Hui Neng

Der sechste Patriarch Hui Neng

(638 - 713)

Hui Neng

Hui Neng der sechste Patriarch des Chan (Japanisch Zen) war Begründer der Schule des plötzlichen Erwachens, welche hervorhebt, dass plötzliche Erleuchtung mit richtigem Lehrer und richtiger Methode möglich ist. Die Lehre des sechsten Patriarchen hebt die Einheit von allem hervor. Hui Neng war der bekannteste Chan Meister in der chinesischen Geschichte. Nach seinem Tod wurden seine Werke gesammelt und als das einzige chinesische buddhistische Sutra klassifiziert. Es wird Plattfomsutra des sechsten Patriarchen genannt. Seine Schule des plötzlichen Erwachens ist die einzige große chinesische Schule des Chan Buddhismus. Hui Nengs Schüler verbreiteten den Dharma (Lehre) in ganz Asien. Hui Neng definierte sitzendes Chan als: "Inmitten von allem Guten und Bösen, keinen Gedanken im Kopf - das nennt sich sitzen. Die wahrhaftige Natur von jemandem sehend, vollkommen unbewegt sein - das nennt sich Chan." Er lehrte, sitzendes Chan sollte immer praktiziert werden, nicht nur beim formalen Sitzen. Er betonte, dass es die Einstellung des Geistes ist, die wichtig ist und nicht die physische Haltung, weil Wahrheit kann man auch im Stehen, Gehen, oder Liegen finden.

Der wichtigste Punkt in der Lehre des Chan liegt in der Selbstbeobachtung, das meint sein eigenes Licht nach innen zu reflektieren. Wenn wir zu sehr damit beschäftigt sind, andere zu kritisieren, wird es schwierig sein unsere Gedanken auf uns selbst zu richten und uns somit selbst kennen zu lernen. Die Anhänger des Chan Buddhismus richten daher ihre gesamte Aufmerksamkeit nach innen und reflektieren einzig und alleine über deren "wahre Natur", die in China "wahres Gesicht" genannt wird. Erst wenn ich mich selbst verstehen gelernt habe, werde ich die Menschen und die Welt um mich herum verstehen lernen.